Heute Früh haben viele Eltern mit ihren Kindern an unserer Grundschule auf ihre Befürchtungen aufmerksam gemacht.

Es handelte sich ganz ausdrücklich nicht um einen Protest gegen die Schulleitung oder die sächsischen Behörden, sondern um Kritik am Bundesgesetz. Gerade in den sächsischen Schulen ist ein gutes, funktionierendes Konzept der Testung und Vorsorge vorhanden. Auch die berechtigten Interessen der Kinder und Eltern sind ernst zu nehmen. Bundesweit einheitliche Ge- und Verbote, die einzig und allein von der Inzidenz abhängig sind, sind nicht verständlich.

Die Sorgen und Ängste der Pflegekräfte und Ärzte in unseren Kliniken werden von den Eltern nicht in Frage gestellt. Eine politische Vereinnahmung, von wem auch immer, darf nicht erfolgen. Ich werbe für einen fairen Umgang mit unterschiedlichen Sichtweisen in unserer Gesellschaft. Es gibt nicht nur Schwarz oder Weiß sondern auch immer einen Kompromiss. Dieses Gesetz ist, nach meiner Meinung, nicht auf dem heutigen Stand der Erkenntnis.

Haben wir füreinander ein offenes Ohr und ringen wir miteinander um die beste Lösung. Dann haben die Gerichte weniger zu tun, und die Hassprediger weniger Zulauf.

Roland Ermer zu Besuch in Hoyerswerda