Die Mobilitätswende wird uns immer stärker beschäftigen. Es ist richtig, dass wir vor wichtigen Neuerungen stehen und den Verkehrsbereich klimafreundlicher machen müssen.
 
Die Frage, die sich uns aber allen stellen muss, ist: Wie machen wir das richtig und durchdacht?
 
Ich denke, dass wir dieses Ziel ideologiefrei und technologieoffen erfüllen müssen. Wir dürfen nicht verkennen, dass es in diesem Land nicht nur urbanisierte Großstädte und Metropolen gibt, sondern auch – wie hier bei uns im Landkreis – den ländlichen Raum mit Dörfern und Kleinstädten mit geringerer Infrastruktur. Wir sind auf das Auto angewiesen, um dringendsten Erledigungen nachzugehen, um einzukaufen, um einen Arzt aufzusuchen oder zur Arbeit zu fahren. Einen annähernd so gut ausgebauten Nahverkehr wie beispielsweise im Großraum Dresden gibt es hier nicht. Wir dürfen also den Individualverkehr nicht ersatzlos diffamieren!
Ein weiterer Schritt Richtung CO2-Reduktion, ist das Betreiben emissionsarmer oder -freier Fahrzeuge. Elektrofahrzeuge sind – derzeit jedenfalls – nicht nur viel zu teuer und ineffizient, sie sind auch nicht das Allheilmittel auf dem Weg zu einem klimaneutralen Verkehrssektor. Die einseitige Fokussierung auf batterieelektrisch betriebene Fahrzeuge finde ich nicht richtig. Vielmehr sollten wir einen Ideenwettbewerb starten, bei dem Antriebstechnologien, die die besten Resultate zeigen, gefördert werden. Das alleinige Stützen auf eine bereits bekannte Antriebsart, lähmt den Forschungswillen.
 
Ich werde mich mit Ihrer Stimme im künftigen Bundestag dafür einsetzen, dass der ländliche Raum in der Verkehrswende stärker berücksichtigt wird und dass auf unsere Anforderungen mehr eingegangen wird!
 
Bitte geben Sie mir am 26. September Ihre Erststimme – für uns im Landkreis Bautzen.
Roland Ermer zu Besuch in Hoyerswerda